Tatsächlich hat es mein kurzer Text „Zimmermädchen“ geschafft, sich unter mehr als 2000 Einsendungen bemerkbar zu machen, ausgewählt und nun abgedruckt zu werden – in einer Anthologie mit dem markanten Titel Die Sachensucherin.
55 Kürzestgeschichten haben es in die vorliegende Anthologie geschafft, eine Sammlung kleiner Kunst-Stücke aus Sprache, thematisch variantenreich, auf der Höhe der Zeit und doch mit Blick auf Vergangenheit, die nicht vergehen will.
In jeder Familie gibt es einen komischen Kauz, ein schwarzes Schaf, eine lustige Grossmutter, ein Grossvater, von dem man womöglich nicht einmal den Namen weiss. Und Familienmitglieder sind nun einmal die Personen, deren Ticks und Tricks man am besten kennt. Schade ist auch, wie viel Familiengeschichte verloren geht, wenn niemand sie aufzeichnet.
Figuren wiederum sind tragende Pfeiler einer Geschichte, wir leben mit ihnen, wir fiebern mit ihnen mit. Sind die Figuren nicht richtig ausgestaltet, funktioniert auch die Geschichte nicht. Ziel der Schreibwerkstatt also ist es, aufgrund von Recherchen in der eigenen Familie oder in Stans die Figuren in den Texten möglichst lebensecht auszugestalten, ohne Familienmitglieder zu entlarven. Wir lernen, Figuren zu collagieren und zu fiktionalisieren, damit sie im Text funktionieren.
Ort: lit.z – Literaturhaus Zentralschweiz
Zeit: Abschlusslesung mit Jugendlichen des Kollegiums St. Fidelis, der Mittelschule des Kantons Nidwalden, am 26.11.2015 um 18:45 Uhr.
Zitate aus Texten, die während des Workshops entstanden sind:
Wandern war meine Leidenschaft, bevor alles begann.
„Sollen wir das wirklich tun?“ Ich hatte meine Zweifel.
Es ist ein Blitzentscheid gewesen, doch ich weiss, dass ich es niemals bereuen werde.
Hä, was Knall? Ich verstehe gar nichts.
Er schaut nicht einmal zurück, als wüsste er genau, was von ihm erwartet wird.
Das Meer hab ich gegen die Alpen eingetauscht.
Ich gewöhnte mich daran, dass hier nichts so ist wie in der Schweiz.
Zweifel kommen langsam auf, die Angst davor, ausgelacht zu werden.
Heute würde die Armee durch das Dorf marschieren. Ich zog es dieses Mal vor, auf unser ohnehin schon rationiertes Frühstück zu verzichten.
Immer das gleiche dunkle Brot … Wie Pappe, man kaut drauf rum, es klebt zwischen den Zähnen … Man muss es mit Milch, Ziegenmilch (bitter und fettig), hinunterspülen.
Benommen bleibt sie liegen und starrt auf das direkt über ihr hängende rosa Euter.
Wir hatten uns immer über Leute lustig gemacht, die behaupteten, man würde die letzten Stunden seines Lebens an sich vorbeiziehen sehen, wenn es so weit wäre.
Da traf ich eine Entscheidung und bog auf die Strasse Richtung Freiheit ab.
… Wendy Law-Yone als Friedrich Dürrenmatt-Gastprofessorin an der Uni Bern.
1.12.: Gespräch und Lesung mit Wendy Law-Yone (in englischer Sprache)
Moderation: Alice Grünfelder
Wendy Law-Yone, geboren in Mandalaly, floh als 20-Jährige aus Birma und lehrte an der School of Oriental and African Studies der University of London. Zu den wichtigsten Themen in ihren Romanen gehören die Erfahrungen der Diktatur und des Exils, das Leben zwischen Ost und West sowie die Auswirkung der turbulenten Geschichte Birmas auf die individuellen Schicksale seiner multiethnischen Bevölkerung.
Zeit: 1. Dezember 2015, 20 Uhr
Ort: Café Ono, Bern
Rückblick: „Es war ein Vergnügen, den beiden in ihrem klugen, angeregten Dialog zuzuhören, darin waren sich wohl die zahlreich anwesenden Interessierten einig.“
Das Unbehagen in der eigenen und fremden Kultur macht die Tibeter im mehrfachen Sinne zu modernen Nomaden des 21. Jahrhunderts. Zum ersten Mal versammelt dieser Band vielfältige und kontroverse Texte von tibetischen Autorinnen und Autoren der jüngeren Generation aus Tibet und dem Exil.
Der Protagonist in Alais Erzählung Blutsbande hat einen chinesischen Großvater und einen tibetischen Vater; als er mit chinesischem und tibetischem Namen gerufen wird, zerreißt es ihm fast das Herz. In Ralo von Tsering Döndrub begegnen wir einem haltlosen jungen Mann, der seine Umwelt nicht versteht. Während in Tibet lebende Schriftsteller Kritik subtil oder verfremdet in ihre Texte einfließen lassen, artikuliert der Exil-Tibeter Palden Gyal ganz unverblümt die Ungerechtigkeiten, die während der Kulturrevolution geschahen. Umso mehr erstaunen die persönlichen Eingeständnisse von Exilanten, die wieder die Annäherung an Tibet suchen.
Mit Texten von Alai, Jamyang Norbu, Tsering Öser, Tenzin Tsundue und vielen anderen.
Übersetzungen aus dem Chinesischen und Englischen von Alice Grünfelder, aus dem Tibetischen von Franz Xaver Erhard
„Flügelschlag des Schmetterlings“ erschien bereits im Juli 2009 im Unionsverlag. Alice Grünfelder publizierte hierin Texte tibetischer Autoren und Autorinnen, die über ihre Zerrissenheit zwischen China und dem nach Autonomie strebenden Tibet schrieben.
Wer hätte besser eine Auswahl über die Sicht einzelner Autoren bezüglich der Tibet-China-Krise treffen können, wenn nicht Alice Grünfelder? Verbrachte sie doch schließlich zwei Jahre als Stipendiatin in Chengdu, der Provinz Sichuan in China, und unternahm zahlreiche Reisen nach Tibet, wo sie unter anderem als Dolmetscherin tätig war. Nach ihrem Aufenthalt schloss sie ihre Magisterarbeit bezüglich neuerer tibetischer Literatur ab und kehrte 1999 nach Berlin zurück, um dort eine Agentur für Literatur in Asien zu gründen. Bereits 1997 thematisierte Alice Grünfelder, respektive Erzähler aus Tibet, in „An den Lederriemen geknotete Seele“ ein Panorama der rätselhaften Tibeter und ihrer Glaubenswelt. „Flügelschlag des Schmetterlings“ skizziert ebenfalls kulturelle Gegebenheiten, offeriert jedoch insbesondere persönliche Empfindungen mit Fokus auf den anhaltenden politischen Spannungen.
Zwei Mönche mir gegenüber, im 4er-Sitz, praktisch. So könnte man ins Gespräch kommen, wären die Propeller nicht so laut und schickten einen vibrierenden Stoß nach dem anderen durch das Trommelfell, den Rücken hinab bis hinunter in die Zehen. Zwei Tage Yangoon liegen hinter uns. Der Schimmel an den Häuserwänden ist in den vergangenen Jahren noch dunkler geworden, der Reiz des Verkommenen architektonischer Hoffnungslosigkeit gewichen.
Blühender Zerfall
Wo einst das Büro des Verantwortlichen für das Verlagswesen Birmas untergebracht war, ist alles versperrt und verriegelt. Die Bierkneipe, in der wir immer so gern gegessen hatten, mit Brettern zugenagelt. In einem Gebäude, dessen rötlicher Putz hier und da noch zu erahnen ist, sprießen aus dem 3. und 4. Stock Bäume, derweil im Erdgeschoss offenbar noch Veranstaltungen abgehalten werden, jedenfalls lassen die Stuhlreihen dies vermuten. Wo früher ein Markt war, hat man riesige Häuserblocks errichtet. In den unteren Geschossen dunkle Münder, die Waren verschlucken und ausspucken. Nachts aber dröhnen die Blocks, aus jedem ein anderer Hit, die Fenster blinken in allen Farben.
Still und gedämpft
Laut sind hier in den Straßen nur die Jungs, die an den offenen Bustüren hängen und ihre Routen ausrufen. Ansonsten funktioniert hier scheinbar alles reibungslos und still. Keine freundlichen Gesichter, aber auch keine unfreundlichen. Um nichts wird viel Aufhebens gemacht. Auch nicht, als vor dem Bankschalter ein junger Burmese Dutzende von gebündelten Banknoten abholt. Von irgendwoher bringt ihm jemand zwei große Plastiktüten. Einer hilft ihm, die Geldscheine hineinzupacken, eine Tüte ist fast zu schwer, der Griff zum Reißen gespannt, deshalb wird sie oben noch einmal zugeknotet, mit zwei Tüten macht er sich auf Richtung Ausgang, fast rutscht ihm die untere aus den Händen, er sucht seinen Schirm, den jemand an die Tür gehängt hat, ein anderer spannt ihn auf für diesen jungen Mann, der in der Menge verschwindet.
Shwedagon im Monsun, ruhig oder gedämpft? Rituale wie das beständige Waschen und Putzen der kleinen Buddhastatuen rund um die Pagode bleiben rätselhaft. Das Schauen muss genügen für den Moment. Innere Ruhe will nicht einkehren beim Anblick der zahllosen kleinen Stupas, Buddhas, Mönchen und Nonnen. Dazwischen immer wieder Männer mit Abzeichen an der Hemdbrust: Passen sie auf den Tempel auf, achten sie auf gebührliches Verhalten oder seltsame Bewegungen unter den Besuchern? Für Außenstehende nicht auszumachen. Außen. Innen. Warum bin ich hier?
Regenzeit in Kalaw.
Wie Winter. Das feuchte Leben spielt sich in den eigenen vier Bretterwänden ab. Draußen duckt man sich unter vielfarbigen Regenschirmen mit Blumen, Mickey Mouse, Logos internationaler Designmarken, schiebt sich samt der Schirme unter Plastikplanen über den Markt, ab und an stürzen Wassermassen in die Gassen, nicht selten erklingt ein unterdrückter Aufschrei und ein leises Lachen der Marktfrauen über den Unglücklichen, den es erwischt hat. Kaum ein Augenpaar, das unter dem Schirmrand hervorlugt, denn das frische Gemüse, das Obst, die zahlreichen Schnittblumen, die später vor die Buddhastatuen gestellt werden in den unzähligen Tempeln im Ort und der Umgebung, sind wichtiger als der fremde Besucher. Nirgends fand sich ein Hinweis, dass Kalaw eine Militärstadt ist. Die Straßen sind voll mit „Grand Tigers“, brandneuen Automobilen, sie stehen in Reih und Glied vor dem Markt. Kaufen Soldaten mit wächsernem Gesicht für ihre Frauen ein, die in den Autos warten? Niemandes Englisch reicht für ein Gespräch, Gesten müssen genügen, um sich nicht zu verirren auf dem Bazar, um nach dem Preis zu fragen, nach den Spezialitäten aus Teig, die ein indisch aussehendes Paar auf Bastmatten anbietet.
Birma – ein Vielvölkerstaat und mehr
Auf dem Markt Chinesen, Inder, Nepali, Burmesen, auch Bangladeshi? Groß gewachsene Männer mit europäischen Gesichtszügen und dunkler Haut, einer schlurft daher wie ein Japaner, wieder ein anderer könnte die Hauptrolle in einem Bollywood spielen; Frauen mit Thanaka auf den Wangen sind dennoch in der Mehrheit, auch deren Gesichter könnten unterschiedlicher nicht sein. Wie lange ist es her, dass Japaner, Briten diesen Ort verlassen haben? Selbst die über Siebzigjährigen waren damals noch Kinder, die Völker haben sich anscheinend schon früher und über Generationen hinweg vermischt. Nachfahren nepalesischer Gurkhas bieten in einem Restaurant nepalesische Gerichte an. Die Frau des Hauses reichte einem Mann mit chinesischen Gesichtszügen drei dicke Bündel mit Geldscheinen. Der zählt und zählt. Wer ist dieser Mann, denn die Summe, rasch überschlagen, beträgt 300 bis 500 Dollar, schon im Voraus abgezählt und vorbereitet, mit seinem Besuch wurde gerechnet, sie erhält eine Quittung dafür. Der Vermieter? Einer dieser reichen Chinesen, über die sich das Volk so sehr ärgert, dem hier in Kalaw eine dieser Villen im Cottage-Stil gehört?
Westliche Vorstellungen vom Golden Triangle
Das zweistöckige, gelb gestrichene Wohnhaus gegenüber von unserem Hotel gibt Rätsel auf. Warum zum Beispiel tritt die ältere Matrone alle paar Stunden vors Haus und wirft Hände voll Reiskörner auf die Straße, um zahllose Tauben anzulocken? Zwei Männer auf einem Moped fahren in den Hof, der Beifahrer hat einen Strauß Blumen im Schoß. Sie holen einen fettbauchigen Sack Reis und packen ihn vor den Fahrer unters Lenkrad. Eine alte Frau, das weiße Haar zu einem Dutt am Hinterkopf geknotet, schöpft oben auf dem Balkon Wasser von einem Behälter in den anderen. Dann schüttet sie einen Becher voll in den Hof hinunter, wäscht sie Gläser aus? Herauszufinden wäre dies nur mit einem Fernglas. Sie zupft immer am selben Blumenstrauß mit den weißen und gelben Blüten herum. Als die Frau mich entdeckt, knotet sie hastig ihren Longy neu, dreht mir auf dem schmalen Balkon den Rücken zu. Im Seitenflügel stehen Tür- und Fensterflügel weit auf, undeutlich sind Billardkugeln im Dunkeln zu erkennen, Männer lehnen an der Fensteröffnung, schauen mal dem Spiel zu, manchmal hinaus in den nicht nachlassenden Regen.
Ein Mönch schüttelt kurz seinen Regenschirm aus, bevor er den Billard-Salon betritt: braun der Schirm, braun sein Gewand und auch die samtenen Sandalen. Mit einem Föhn müsse man diese trocknen, würden sie nass, erklärte die Schuhverkäuferin mir in Yangoon. Ein Mönch mit Föhn? Ein junger Mann geht vor dem Eingang kurz in die Hocke, schiebt den Longy wieder hoch und kehrt zurück zum Spiel. Noch immer lehnen dieselben Männer am Fensterrahmen, noch immer regnet es, seit heute Früh schon. Drei Mopeds stehen mittlerweile vor dem Billard-Salon, ein weiteres fährt vor, der Beifahrer mit Spitzhut aus Palmblatt. Ob wohl auch Alkohol ausgeschenkt wird? Ein Mann hängt seinen rosafarbenen Regenmantel an den rostbraunen Fensterflügel, schaut kurz hinaus auf die Wolken, die immer tiefer ins Tal drücken. Bald wird darin auch die Spitze der weißen Pagode verschwinden. Es regnet wieder stärker. Die Tropfen prasseln lauter und schneller auf das Pflaster. Darunter mischen sich Gitarrenklänge von irgendwoher.
Vor dem Haus steht ein Schild, in birmesischen Schriftzügen steht wohl drauf, was hier gehandelt wird, Reis? Bilder von Kinofilmen aus der benachbarten chinesischen Provinz Yunnan ziehen durch den Kopf, wo in solchen Häusern ungeheure Mengen von Rohopium in geheimen Verstecken gelagert und verkauft werden, und von wilden Schießereien. Golden-Triangle-Fantasien eines westlichen Hirns. Im Billardraum brennt nun Licht, grün scheint der Billardtisch auf, sieben Mopeds stehen nun davor, eines ist rot. Es regnet noch immer, wird endgültig dunkel. Ausschnitte, Oberflächen, die Fragen aufwerfen und vermeintlich Geschichten erzählen, die in die Irre führen, weil man eben nur einen Bruchteil sieht; keine Möglichkeit, tiefer zu dringen. Das bloße Schauen führt irgendwann ins Nichts, kreist um sich selbst.
Morgengymnastik in Pyay.
Während die Inder über Jahrhunderte das Yoga verfeinerten, Chinesen Tai Chi und Kungfu, selbst Vietnam einen eigenen Kampfstil entwickelte und in Thailand das Thai-Boxing mit Schlägen und Kicken Menschenmassen in Stadien treibt, ist aus Burma nichts dergleichen bekannt. Eine besondere Form des burmesischen Yoga soll es geben, doch selbst Weitgereiste, Intellektuelle und besser gestellteBirmesen haben davon noch nie etwas gehört.
Lauftrainer und Hüftschwinger
In Pyay aber gibt es an der Strand-Promenade, die nur ein fader Abglanz des gleichnamigen Boulevards in Yangoon ist, einen kleinen Park, der etwa 250 Meter Länge und 50 Meter Breite misst: mit Schaukeln, Bänken und kuriosen Geräten. Gut, den Lauftrainer mag man noch erkennen, dass man aber auf den kreisenden Scheiben lediglich seine Hüften ein wenig hin und her schwingt, wird mir erst beim heimlichen Beobachten einiger Kinder klar. Was aber sollen die schwarzen Rollen auf Knie- und Schulterhöhe? Damit massiert man die Waden, indem man die Beine darüber legt und hin und her zieht, sehe ich am anderen Morgen bei einem Mann.
Die Frauen in ihren Longyis schlendern nicht einfach durch den Park, was mir erst dann auffällt, als sie schon zum vierten Mal an mir vorüberkommen. Sie gehen tatsächlich ein wenig schneller als auf der Straße, kehren am Ende des asphaltierten Weges schwungvoll um und schreiten den Weg erneut ab. Eine schließt und öffnet dabei ihre Fäuste. Nordic Walking, aus Ermangelung der Stöcke eben nicht auf den ersten Blick zu erkennen. Ein älterer Herr in grauen, knielangen Hosen und einer dazu passenden Jacke biegt unvermittelt ab und stampft mit seinen klobigen Turnschuhen zur vierten Schaukel, reckt sich in die Höhe und holt seinen Schirm herunter, an dem er seinen dreistöckigen Henkelmann befestigt hat. Stapft dann davon und würdigt mich keines Blickes.
Liebesblick
Ein Neuankömmling mit Schirmmütze zieht sein rechtes Bein ein wenig nach, vermutlich ein Schlaganfall vor ein paar Wochen, Monaten? Ein anderer stellt sich kurz auf den Lauftrainer in seinem Longyi, danach geht er zur Drehscheibe und schwingt seine Hüfte ein wenig hin und her, allerdings sehr viel weniger dynamisch als die Walking-Frauen zuvor, die noch eine Dehnübung anschlossen auf der kleinen Plattform, die direkt auf den Irrawaddy hinausgeht. Durchaus reizvoll dieser Blick über den Stacheldraht – der den Park vor wem oder was schützen soll? – auf den braunen, rasch dahinfliessenden Irrawaddy, auf die große Brücke, dahinter die geduckten Hügel. Das langsame Hin- und Her auf dem Lauftrainer versetzt einen in eine leichte Trance, während die Mosquitos um die Knöchel schwirren.
Zwischen Park und Fluss sind auf einem schmalen Uferstreifen kleine Zeltbuden aufgestellt. Verlassen am Morgen, bevölkert am Abend von Liebespärchen, die mit Blick auf das kreiselnde Wasser an Limonade nippen und die Arme umeinanderlegen. Liebesbuden am Ufer des Irrawaddy, unter blau-rot-weiß gestreiften Zeltplanen, neben Laufbändern und Hüftschwinger. Für Leib und Seel ist offenbar ausreichend gesorgt.
Wie existenziell Schreiben sein kann, wie es ist, nicht mehr schreiben zu dürfen, eingesperrt zu sein bei Wasser und Brot, das ist erschütternd nachzulesen in Kassiber. Verbotenes Schreiben. Die Herausgeber des Katalogs unterscheiden dabei nicht zwischen verschiedenen totalitären Systemen oder politischen Haltungen der Autoren. Und es wird nicht nur in die Lager und Zuchthäuser des 20. Jahrhunderts geblickt, sondern es geht tief zurück in die eigene Vergangenheit. Da besucht zum Beispiel Schiller auf dem Hohenasperg Christian Friedrich Daniel Schubart, dem man das Schreiben verboten hat. Schubart beschreibt Fetzelchen mit dem Dorn einer Kleiderschnalle, einer Gabel, doch alles wird immer wieder gefunden und vernichtet.
Schubart: „All meine Gedanken, all mein Wissen.“
Kassiber heißt der Katalog nach der gleichnamigen Ausstellung vor ein paar Jahren im Literaturmuseum der Moderne in Marbach. Man wünschte sich, die Ausstellung wandere weiter in Zeiten eines beständigen Twitter-Rauschens, so eindrücklich erscheinen die Notizen von Autoren, deren Leben nichts wert zu sein scheint, wenn man es nicht mehr mitteilen kann. Erfinderisch waren die Autoren in ihrer Schreibnot: Botschaften wurden durch Blasrohre nach außen befördert, in Hohenasperg gar ein Besenstiel ausgehöhlt, um Nachrichten wie durch ein Blasrohr von Zelle zu Zelle zu schießen.
Und es zeigt sich auch, dass die Macht der Autoritäten nicht grenzenlos war: Textfetzen wurden in Büchern versteckt (z.B. wurden von der Stasi „winzige Schriftzüge, mit blutigem Streichholz auf Toilettenpapier geschrieben“, gesammelt und für die Nachwelt in einer internen Jubiläumsschrift abgedruckt.), vergraben, verschlüsselt.
Erschütternd sind diese Berichte auch deshalb zu lesen, wenn man weiß, dass diese Botschaften oftmals die letzten Lebenszeichen der Autoren waren, oft genug aber nie angekommen sind – weil z.B. die versteckten Schriftstücke erst Jahrzehnte später entdeckt wurden, wie der Text „Käse“ von Wolfgang Borchardt. Diese Erzählung hat ein Freund bei dessen erster Verhaftung unter Schuhen in einem Karton versteckt, der wiederum 1985 in einem Lagerhallenschrank gefunden wurde, weil er versteigert werden sollte. Wieder andere vergruben Schriftstücke in der Hoffnung, die Nachwelt werde sie finden, so wie z.B. nach der Befreiung unter Fußbodendielen in einem KZ. Auch Mandela vergrub seine Notizen im Gefängnisgarten, selbst wenn sich alles dagegen sträubte, selbst wenn es viel zu gefährlich war. „Das innere Muss war stärker als alles. – Ich schrieb.“
Ernst Toller: „Gefangene wurden zum Seiltänzer der Worte.“
Wieder andere Autoren wurden in einem Käfig ausgestellt, ins Lager gesteckt oder in die Verbannung geschickt. Und danach waren sie, so Ovid, nicht mehr der, der sie davor waren. Denn Haftzeit = Vernichtung von Lebenszeit
Warum aber schmuggelten Autoren Texte trotz Strafandrohung? Weil das Schreiben ein überlebensnotwendiger Akt geworden war, weil man dank der Notizen hoffte, seine Worte auch außerhalb der Gefängnismauern machtvoll wirken zu lassen. Und weil, so Konrad Merz, das Schreiben am Nullpunkt, im jahrelangen Untergrund sein muss, um sich im Schreiben wenigstens vergewissern zu können, um gegen die Ohnmacht anzuschreiben, im besten Fall sogar Hoffnung zu schöpfen. Und sich zu sagen: „Es ist vielleicht doch nicht alles umsonst gewesen.“
Das Schreiben wird zum Kamikaze-Akt, die Entdeckung kann tödliche Folgen haben.
Auf die Tarnung kam es also an, sie war auch überlebensnotwendig für all jene Autoren, denen das Schreiben Existenz bedeutete – erfinderisch waren sie in ihrer Not. Brechts „Legende vom toten Soldat“ wurde z.B. eingepasst in Robert Walsers „Poetenleben“, eigens als Übersetzung herausgegeben. Gertrud Kolmar tarnte ihre eigenen Gedichte als Übersetzungen aus dem Englischen, um sie vielleicht doch noch im nationalsozialistischen Deutschland veröffentlichen zu können. Und „Literatur um 1900 ist, wenn man in Deutschland die Verlagsproduktionen anschaut, immer wieder auch Literatur aus den Kerkern, Kellerlöchern und Totenhäusern“, steht geschrieben.
Was die ZEIT über die Ausstellung sagt, führt auch der Katalog mit seinem Panoptikum verbotenen Schreibens eindrücklich vor Augen: „Es sind unterschiedlichste Entstehungsbedingungen, aber alle Texte eint eine innere Notwendigkeit und existenzielle Dringlichkeit.“
Ob sie besser kochen lernt oder doch lieber reiten, so lauteten die Gretchenfragen, als eine junge Bernerin 1920 ihrer großen Liebe, dem Tropenarzt Kurt Surbek, nach Indonesien folgte.
Das junge Ehepaar richtet sich auf einer Kautschukplantage ein und pflegt ein freundschaftliches Verhältnis mit den Einheimischen und Angestellten. Der Sohn Bernie kommt zur Welt, wenige Jahre später die Tochter Gladys, mittlerweile wohnen die Surbeks im Süden Sumatras, später werden sie nach Java übersiedeln. Mit dem Aufstieg Kurt Surbeks in der gesellschaftlichen Hierarchie wachsen auch die gesellschaftlichen Verpflichtungen: Man führt alsbald ein routiniertes, fast schon eintönig anmutendes Leben in einer Kolonie. Als Surbeks auf Java ein Sanatorium einrichten, wird Gret allerdings von Tag zu Tag kränker. Das Herz macht ihr zu schaffen. Sie ist hoffnungslos überarbeitet, doch Kurt erlaubt keine Haushaltshilfe oder eine Krankenschwester. Warum, erfährt der Leser nicht, nur dass Kurt in dieser Zeit als Schiffsarzt nach Shanghai unterwegs ist. Ob es eine Flucht vor der Familie, gar der Ehe ist, oder ob ihn schlichtweg die Abenteuerlust packte – die Antwort verbirgt sich zwischen den Zeilen. Gret erhält auch zunehmend Anfragen, ob sie im Sanatorium Kinder, sogenannte Problemkinder, aufnimmt. Doch problematisch, so Gret Surbek, sind weniger die Kinder als vielmehr die Eltern. „Ich habe mich oft gefragt, warum es wohl Kinderärzte, aber keine Elternärzte“ gebe. Man ist überrascht über solch universellen Reflexionen, die einem die Protagonistin auf berührende Art nahe bringen.
Vorurteile abstreifen
Ihr stets offener, an keiner Stelle diskriminierender Blick auf Land und Leute erstaunt immer wieder. Möglicherweise ist es einfach ihr Naturell – Gret Surbek stammt aus einer gutbürgerlichern Berner Familie, der genaue familiäre Hintergrund bleibt jedoch im Dunkeln –, dass sie selbst nach der ermüdenden Überfahrt und atemberaubenden Hitze in Singapur ganz einfach nur überwältigt ist und sämtliche Vorurteile wie eine zweite, lästig gewordene Haut abstreift. Nichts findet sie abstoßend, alles ist faszinierend, selbst den ungewöhnlichsten Bräuchen begegnet sie mit schlichter Neugier. Die Asiaten gefallen ihr, auch das ungewöhnliche Klima setzt ihr keineswegs zu, im Gegenteil: „Die feuchte Hitze wirkte in den ersten Monaten so anregend, dass dadurch mein Lebensgefühl erhöht wurde und alle Sinne maximal funktionierten.“ Dieses Lebensgefühl wird sie nicht mehr verlassen und über so manche Unbill hinwegtrösten.
Mit der japanischen Okkupation Indonesiens ändert sich auch das Leben der Surbeks grundlegend. Asien war und ist auch heute noch im Geschichtsbewusstseins des Westens nur Nebenschauplatz des Zweiten Weltkriegs, wenngleich der Krieg eigentlich dort seinen Anfang und mit Hiroshima sein Ende nahm. Die Neutralität als Schweizer ist den Japanern nur schwer und nicht immer verständlich zu machen. Als eines Nachts drei japanische Soldaten in das Haus eindringen und Gladys entjungfern wollen, lässt sich die Mutter stattdessen vergewaltigen in der Hoffnung, ihre Tochter und ihren Mann damit zu retten. Die Japaner aber lassen nicht von Gladys ab; die Mutter kann einzig durchsetzen, wenigstens bei ihrer Tochter bleiben zu dürfen.
Schrecken und Zukunftsvision
Trotz dieses Vorfalls kehren Gret und auch ihre Tochter die Japaner nie über einen Kamm, was von einer enormen inneren Größe zeugt, derweil die Fronten sich zwischen den noch verbleibenden Ausländern und den Japanern verhärten. Doch von einer Contenance nur um der Contenance willen hält Gret Surbek wenig. Und während die einen hoffen, dass die Amerikaner eingreifen mögen, zeichnet sich weder in Europa noch in Asien ein Sieg ab. Weitsichtig, wie Gret Surbek ist, bangt sie um eine „amerikanisierte Zukunft“.
Als die dreiköpfige Familie – der Sohn lebt mittlerweile in Australien – die schlimmsten Kriegsjahre in einer Matratzenkammer verbringt, reflektiert Gret Surbek an ihrem vierzigsten Geburtstag über ihr Ameisenleben als Mutter und Ehefrau. Sie sieht sich als Glied in einer Kette und sinniert, ob es vielleicht weniger auf das „was“ als auf das „wie“ im Leben ankomme. So weitherzig und offen Gret Surbek im Umgang mit den anderen sein kann, so streng geht sie mit ihren Nächsten und auch mit sich selbst ins Gericht. So ist dieser Bericht aus Indonesien weniger der objektiven Reisebeschreibung verpflichtet, wie sie Reisende und Gelehrte auch noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts verfassen, aber auch nicht der gänzlich subjektiv gehaltenen Reiseliteratur, wie sie neuerdings von einer jüngeren Generation gepflegt (und selbstverliebt inszeniert) wird. Gret Surbek verfällt auch keineswegs einem billigen Exotismus, sondern schreibt sehr ehrlich, oft selbstironisch, gar lakonisch, wenn es beispielsweise um Beobachtungen aus dem Alltag geht. Als sie nach einer langen Reise Kisten auspackt, notiert sie lediglich: „In den Kisten ist es feucht und lebendig geworden.“ Oder nach einem nächtlichen Spaziergang durch den Wald hält sie fest: „Ich kam unaufgefressen nach Hause.“ Ihrem Tagebuch vertraut sie all ihre Sympathien, Verliebtheiten und ihren komplexen Gefühlshaushalt an bzw. übernimmt diese Stellen später in die von ihr erarbeitete Version – wo es für sie doch ein Leichtes gewesen wäre, Heikles unter den Tisch fallen zu lassen.
Schwere Rückkehr
Das vorliegende Buch ist einer aufwändigen Editionsgeschichte zu verdanken: Gret Surbek fasste Tagebuchnotizen, Zeitungssausschnitte, Briefe etc. nach ihrer Rückkehr in die Schweiz zu 17 Bänden zusammen, weil sie einen in sich schlüssigen Text haben wollte. Aus diesem wiederum exzerpierten die Enkelin Christa Miranda gemeinsam mit dem Herausgeber eine Lesefassung, die für ein breiteres Publikum zugänglich gemacht wurde.
Als der Krieg schließlich mit der Kapitulation der Japaner endet, die Inhaftierungslager geöffnet werden und Kriegsgräuel an den Tag kommen, gelingt den dreien die Ausreise über Australien – wo sie nach vielen Jahren Bernie wieder sehen -, und sie kehren in die Schweiz zurück. Nur kurz wird im Anhang erwähnt, dass Kurt die Rückkehr zum Albtraum wurde. Er litt zu sehr unter den Kriegserlebnissen, fand sich in der Schweiz nicht mehr zurecht und nahm sich im Dezember 1947 das Leben. Gret hingegen trotzte dank ihrem unerschrockenen Naturell und ihrer Unverdrossenheit der engen Verhältnissen in der Schweiz und starb 1982 in Bern, im Herzen vielleicht noch immer Indonesierin. Gern hätte man sie kennengelernt.
Gret Surbek: „Im Herzen waren wir Indonesier. Eine Bernerin in den Kolonien Sumatra und Java. 1920–1945. Zürich: Limmat Verlag, 2007. 512 Seiten mit zahlreichen Abbildungen, sFr 54
Den e-ditio Independent Publishing Awards für das beste Lektorat erhält die Autorin Christine Jaeggi mit ihrem Buch Fatale Schönheit für die Zusammenarbeit mit der Lektorin Alice Grünfelder:
„Der Kriminalroman ist gut gegliedert, überzeugt durch Fachkenntnis sowie Sprachvermögen, hat einen stimmigen Gesamtton und ist gewürzt mit einer Prise Humor. Er liest sich hervorragend“, so das Urteil der Juroren.
Auch im Buchmarkt pfeifen es die Spatzen von den Dächern: 1. Preis für gute Lektoratsleistungen.
Und warum es gut und wichtig ist, eine Lektorin über Texte schauen zu lassen, erklärt die Autorin Christine Jaeggi hier.
Leer sind die Straßen, und wenn ich mich recht erinnere, war es auch früher so, wenn ich ausnahmsweise samstags für das Baguette eine Straße weiter gehen musste, weil die anderen Bäckereien geschlossen hatten. Aber ich muss mich anstrengen, will ich mich an diese Leere erinnern. Ist es die Erinnerung, die so mitten hinein trifft? Oder ist es dieses beständige Sonntagsgefühl, das in all den Jahren dasselbe geblieben ist, nur schlummerte, jetzt unvermittelt wieder hervorbricht? Ist die falsche Erinnerung ein Schmuggelpfad des Denkens? Warum scheint in der Erinnerung die Stadt so groß und laut? Vielleicht nicht hier, nicht im 5. und 6. Arrondissement, nicht an diesem Sonntag, vielleicht sind Ferien. Aber auch an den Tagen zuvor war es nicht anders, so schien mir. Strichgerade Boulevards, zu beiden Seiten vier- bis fünfstöckige Appartementhäuser, darüber, abgesetzt nach hinten, die kleinen Dachluken der Dienstmädchenzimmer. Ab und an ein Restaurant, Läden und Cafés mit Rollgittern verschlossen, als hätte man aufgegeben, als wäre ohnehin nichts mehr zu erwarten.
Die Fahrt mit der Metro, zuvor noch Tickets gekauft, aber nicht am Schalter – selbst an dieser kleinen Metrostation gibt es einen Infoschalter, doch die Frau zeigt einem lediglich, wie der Automat zu bedienen ist. Place de la Concorde, die Station ist geschlossen, wir steigen Madeleine aus. Fouchon hat die Schokolade aus dem Schaufenster geräumt, die Juweliere ihren Schmuck. Kameras, wird auf Schildern gewarnt, seien überall angebracht. Concorde, Tuillerien, darüber im Jeu de Paume ein Film über eine verschwundene Großmutter in Kambodscha, eine von vielen, die dem Regime von Pol Pot zum Opfer gefallen ist. Der Enkel und Filmemacher Vandy Rattana sucht vergebens ihr Grab, filmt stattdessen zwei Mangobäume, unter denen ein Massengrab sein soll. Der Bürgermeister des Dorfes weiß von nichts, seinen Vater interessiert es nicht sonderlich. Das Schweigen im Film ist fast unerträglich.
Über die Champs Elysee brettert ein Rennwagen mit aufheulendem Motor hinauf zum Triumphbogen. Der Gehsteig, wie immer nur der rechte vom Louvre aus gesehen, dicht bevölkert, Französisch hört man selten, dafür viele andere Sprachen. Und Gesichter, die man keiner Weltgegend zuordnen kann. Schwer bewaffnete Soldaten stehen am Sternenplatz. Sollte gerade hier und jetzt? An einem Sonntag?
Hinüber auf die andere Straßenseite zum Luxus-Refugium Louis Vuitton, zur Ausstellung „Le fil rouge“, der Titel sprang mir selbst im klein gedruckten „L’officiel spectacle“ ins Auge. Fäden quer gespannt durch Räume, die schwarzen Geflechte von Chikara Shiata sind wie dicht gesponnene Netze, geben nichts mehr frei. Fred Sandback will mit seinen Fäden Nicht-Materie, Nicht-Existenz aufzeigen. Im Video von Hans Op de Beeck flickt ein sichtlich gealterter Punker seiner Lady das Hemd. Auf einer Parkbank in apokalyptischer Umgebung, Weltende. Inszenierte Melancholie und draußen das regennasse Paris. Ist er das, der rote Faden? Die Ausstellungsmacher greifen weit zurück auf Goethe, zitieren ihn mit seiner Erklärung vom roten Faden, der durch englisches Tauwerk gehe und sich nicht herauswinden lasse, ohne alles aufzulösen.
Keine Idee, kein zündender Gedanke, geschweige denn ein erster Satz. Oft sitzen wir vor dem Blatt oder dem Computer und je mehr wir nachdenken, je näher der Abgabetermin rückt, desto weniger fällt uns ein. Zum Glück gibt es aber auch eine Menge Tricks und Tipps, um aus der Lähmung in den Fluss zu kommen, dorthin, wo es richtig Spass macht.
Im Workshop probieren wir Übungen aus, mit denen man spielerisch, in Einzel- und Gruppenübungen, Schreibblockaden löst, Freude am Schreiben bekommt und zum eigenen Text findet. Für ein lockeres Verhältnis zum Schreiben von der Schule bis ins Erwachsenenalter.
Schreibwerkstatt im Rahmen der SIKJM-Jahrestagung am 25./26. September 2015 in Murten.
Leitung: Alice Grünfelder