Nachmittags peitscht der Monsun über die Insel, wühlt das Meer erneut auf, zerzaust die Palmen. Der Horizont ist nicht unendlich, die Inseln sind mal scharf gezeichnet, mal undeutlich wie eine Ahnung, die größere könnte die vietnamesische Insel Phu Quoc sein. Wind und Wasser also.
Autor: Alice
Die neuen Seidenstraßen
Geoökonomischer Machtpoker: Bieten die Wirtschaftskorridore entlang der alten Seidenstraßen Alternativen zu herkömmlichen Handelsbeziehungen oder will China einfach nur seine Vormachtstellung in der Welt ausbauen? Der Publizist Uwe Hoering analysiert in seinem Buch Der Lange Marsch 2.0.. Chinas Seidenstraßen als Entwicklungsmodell die ökonomischen Hintergründe dieses gigantischen Masterplans. Eine längere Rezension seines Buches ist auf www.kritisch-lesen.de nachzulesen, […]
Übers Schreiben
Warum ich schreibe, was mich umtreibt und wichtig ist – das haben Dana Grigorcea und Perikles Monioudis aus mir herausgekitzelt. Diese Fragen habe mich ganz schön in die Enge getrieben und dazu angeregt, mir über mein eigenes Schreiben einmal Gedanken zu machen. Ihre Fragen und meine Antworten sind hier nachzulesen.
Nicht mehr länger stumm
Frauen aus Nepal erzählen – und sie erzählen in einer Weise von alltäglichen Kränkungen und Diskriminierungen, die rühren und erschrecken. Peinlich ist es, auf einer Schulbank zu sitzen und nicht zu wissen, was da aus einem herausrinnt; das Mädchen weiß es nicht, weil niemand es über die Menstruation aufgeklärt hat, nicht einmal die eigene Mutter. […]
Tschoir – ein Unort
Tschoir ist ein Unort, wie ich ihn für mich nenne, und wird an diesem Freitagnachmittag heftig aufgewühlt von lauwarmen Sturmböen, die Staub und Plastiktüten vor sich hertreiben.
Flussfahrt in Kambodscha
Als wären es Gebetsfahnen im Wind.Rote, weiße und blaue Ballonehängen im Bambusgehölz, das ächzt und knirscht, wenn eine Böe hineinfährt. Verbrannter Plastikmüll beißt in den Augen,auf dem Sangkae-Flus schaukeln die Hälse und Köpfe der Pet-Flaschenmarkieren die Netzetreiben langsam flussabwärts.Mancherorts ragen blaue und braune Käfige aus dem Wasser,darüber stapeln sich leere Bambuskörbe,abends oder anderntags gefüllt und […]
Tibetische Flüchtlingskinder
Anfang der 1960er-Jahre wurden 160 tibetische Flüchtlingskinder – aufgrund der Initiative des Schweizer Industriellen Charles Aeschimann – in die Schweiz geholt. Zunächst hieß es, es seien Waisenkinder, die bei Pflegefamilien ein neues Zuhause finden sollten. Und später, so die Idee des Dalai Lama, sollten diese Tibeter zurückkehren und ihrem Volk möglicherweise gar in Tibet beim […]
Zähes Ringen ums Überleben
„Welcher Tag ist heute? Der 2., glaube ich … Der 2. Juli.“ „Heute ist der 10. Juli. Donnerstag der 10. Juli. Nicht mit den Tagen durcheinanderkommen. Die Zeit ist meine einzige Gewissheit. Ich weiß nicht, wo ich bin. Ich weiß nicht, warum ich hier bin. Ich habe keine Ahnung, was da draußen vor sich geht. […]
Endlich ist das Glück
Im Mitteldeutschen Verlag ist wieder ein vietnamesischer Band in wunderbarer Ausstattung und mit eigenwilligen Erzählungen erschienen. Auf den ersten Blick irritieren die Dorf-Geschichten der vietnamesischen Autorin Nguyen Ngoc Tu, denn warum irrt ein vietnamesischer Bauer auf der Suche nach seiner Tochter zwölf Jahre durchs Land, meint er tatsächlich, er findet sie, indem er sich einer […]
Wüste auf der Alb
Ölschieferwerke werden die zehn Konzentrationslager auf der Schwäbischen Alb euphemistisch genannt. Knapp 2000 Menschen unterschiedlicher Nationalität haben dort für Hitlers Wüsten-Projekt ihr Leben gelassen. Denn ihm war in den letzten Kriegsjahren das Benzin ausgegangen, und sein Chefarchitekt Albert Speer kam auf die aberwitzige und tödliche Idee, in einem aufwendigen Verfahren Öl aus Schiefer zu gewinnen. […]





