Autor: Alice Grünfelder

Eine ganz normale chinesische Familie?

Ein Leben in Comicbildern Gefährlich wird es immer dann, wenn sich die Gesichter der Menschen entleeren, wenn nur noch Umrisslinien von ihrem Dasein zeugen im grafischen Roman „Ein Leben in China“. Als während des Großen Sprungs nach vorn (1958 bis 1961) das Brennmaterial zur Neige geht, lassen sich die Frauen kurzerhand ihre Haare abrasieren. „Keine […]

Chinesischer Humor

Der Chinese lacht viel, sagt man, nur lacht er auch gerne? Und was könnte es bedeuten, wenn er lächelt? Schließlich versuchen in interkultureller Kommunikation Geschulte seit Jahrzehnten, dieses Lachen für uns zu enträtseln.Das irritierende Lächeln der Chinesen ist berüchtigt, gefürchtet gar von jenen, die mit Chinesen Verhandlungen führen. Da wird gelächelt, was das Zeug hält, […]

Skype bitte, Mama, skype!

Zerkratzte Kinderseelen, weil Mütter ihre Familien verlassen, denn in der Ukraine finden sie keine Arbeit oder zumindest keine, die genug Geld einbringt, um sich und die Kinder über Wasser zu halten oder ihnen einen höheren Lebensstandard zu ermöglichen.

Ayurveda – ums Leben wissen

Sri Lanka, 2013 „Put on some normal clothes!“, wenn der Manager zum Gespräch bittet, der einmal die Woche aus Colombo kommt und mit den neuen Gästen persönlich sprechen möchte. Danach würde man uns die Anlage zeigen, sagte die Empfangsdame im beigefarbenen Sari. Ihr Blick musterte mich von Kopf bis Fuß, glitt dann an mir ab, […]

Frag nicht!

6.8.2012, Zugreise in Burma „Train, hello, hello, train“ klopft es an die Tür. Um drei Uhr morgens. Aufstehen wollten wir eine halbe Stunde später, der Zug geht erst um 4 Uhr, den Weg dorthin schaffen wir im Stockdunkeln in knapp zehn Minuten. Schlaftrunken lassen wir uns in die durchgesessenen Sitze der Upper Class fallen, schauen […]

Vietnam – angekommen

Zwei Bauern mit Spitzhüten auf Reisfeldern, einmal vor grünem, blauem und orangefarbenem Hintergrund. Es muss 1972 gewesen sein, als ich diese kleinen gezackten Gemälde ganz nah vor meine Augen gehalten habe, um die Szenerie genauestens zu inspizieren, gänzlich versunken in diese Welt. Wo das sei, fragte ich meinen Vater, an den diese Briefe adressiert waren. […]

Dongxuan – Vietnam in Berlin

Ring-Center, Landsberger Allee, dann noch eine halbe Stadt weiter in Richtung Osten, ein russischer Supermarkt mit aufgesprayten orthodoxen Kirchen, Wohnblockriegel, austausch- und verwechselbar, wären da nicht die mal verblasst gelben, dann verblichenen blauen Ballons, dann, nach der Vulkanstraße links, deren Namen zum Plattenallerlei passt wie die Faust aufs Auge, gelbrotfarbener Metallbogen über regenpfütziger Toreinfahrt: Dong […]