Symposium für literarische Übersetzungen

„Ich finde, dass ein gutes Lektorat das Beste ist, was einer guten Übersetzung passieren kann.“

Vortrag über die Zusammenarbeit zwischen Übersetzern und Lektoren. Von Alice Grünfelder.

Die Dokumente sind ab sofort auf der Website des Autorenverbandes abrufbar:  http://bit.ly/9s9AP6

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Kontrapunkt China – Tibet

Berliner Literaturkritik
„Flügelschlag des Schmetterlings“ erschien bereits im Juli 2009 im Unionsverlag. Alice Grünfelder publizierte hierin Texte tibetischer Autoren und Autorinnen, die über ihre Zerrissenheit zwischen China und dem nach Autonomie strebenden Tibet schrieben.

Wer hätte besser eine Auswahl über die Sicht einzelner Autoren bezüglich der Tibet-China-Krise treffen können, wenn nicht Alice Grünfelder? Verbrachte sie doch schließlich zwei Jahre als Stipendiatin in Chengdu, der Provinz Sichuan in China, und unternahm zahlreiche Reisen nach Tibet, wo sie unter anderem als Dolmetscherin tätig war. Nach ihrem Aufenthalt schloss sie ihre Magisterarbeit bezüglich neuerer tibetischer Literatur ab und kehrte 1999 nach Berlin zurück, um dort eine Agentur für Literatur in Asien zu gründen. Bereits 1997 thematisierte Alice Grünfelder, respektive Erzähler aus Tibet, in „An den Lederriemen geknotete Seele“ ein Panorama der rätselhaften Tibeter und ihrer Glaubenswelt. „Flügelschlag des Schmetterlings“ skizziert ebenfalls kulturelle Gegebenheiten, offeriert jedoch insbesondere persönliche Empfindungen mit Fokus auf den anhaltenden politischen Spannungen.

Aus: Berliner Literaturkritik

Tibet Now!

ASIA UNLIMITED presents
Tibet Now!
Bilder und Töne vom Dach der Welt 13. – 20.02.2010

Zeitgenössisches Multimediafestival aus Tibet kuratiert von Mona Schrempf (Berlin) und Alice Grünfelder (Zürich)
Mit Filmen („Ein Genosse im Bundeshaus”, Yonten Gompamitsang, “Vaterland & Troim”, Lobsang Tashi Sotrug, “Nang ma — tibetische Diskowelten”, Mona Schrempf), Video-Projektionen von Yannis Banuls-Bieler, Mona Schrempf, Henrike Grohs.
Mit einer Fotoausstellung: „Gesichter“ Mareike Wulff und der Tanzperformance: „Das Khor-Projekt“ von Stefania Giannetti.

Mit einer Lesung aus „Flügelschlag des Schmetterlings“ von Alice Grünfelder.

 

China auf der Frankfurter Buchmesse

Mit dem Gastland China hat es sich die Frankfurter Buchmesse nicht leicht gemacht. Wenn’s brenzlig wird, lädt man lieber aus statt ein. Was hat das Programm der Messe dennoch zu bieten?

Dienstagabend, Frankfurter Buchmesse: Noch während der Literaturnobelpreisträger Gao Xingjian die letzten Worte seiner Eröffnungsrede spricht, springt der chinesische Staatspräsident auf und geht mit offenen Armen auf ihn zu, derweil sich die Apparatschiks applaudierend erheben. Einen Tag später sitzen Autoren aus Hongkong, Tibet und China am runden Tisch, um über den Begriff „chinesische Literatur“ zu diskutieren. Der Vorsitzende des chinesischen P.E.N. leitet eine Podiumsdiskussion mit dem Titel „Engagierte Literatur in China“. Und die Journalistin Dai Qing, die auf einem Symposium im Vorfeld der Buchmesse die chinesischen Organisatoren mit Forderungen nach Demokratie und Meinungsfreiheit brüskierte, arbeitet gemeinsam mit Behördenvertretern an einer Novellierung des Presse- und Informationsgesetzes, um die Zensur auszuhebeln.

Wenn’s brenzlig wird, lädt man lieber aus statt ein

Dieses Szenario ist eine Illusion, denn statt Diskussion ist Präsentation angesagt, man bleibt auf beiden Seiten hübsch unter sich, und wenn’s brenzlig wird, gilt die Devise: Statt Einladung lieber Ausladung. Immerhin wird Gao Xingjian über das Leben und Schreiben in zwei Kulturen sprechen. Als auf dem Salon de Livre in Paris 2004 China Schwerpunktland war, hielt die chinesische Regierung diese persona non grata erfolgreich fern. Der Essayist und Präsident des chinesischen P.E.N., Liu Xiaobo, sitzt im Gefängnis, weil er das Bürgerrechtsmanifest 08 unterzeichnete. Bei keiner Veranstaltung werden Autoren aus China auf Kollegen treffen, die dem Land den Rücken gekehrt haben – von einer Diskussion zwischen Vertretern des GAPP (Behörde für Presse und Publikationen) und Dissidenten ganz zu schweigen.

Anders herum gefragt: Was werden wir präsentiert bekommen?

Der vollständige Artikel ist im Tagesspiegel Berlin online nachzulesen:

Rezension: Reise nach Myanmar (Birma) auf siamheute.de

Myanmar, dieser uns fast unbekannte südostasiatische Staat, ist auch in unserer Literaturszene kaum vertreten. Alice Grünfelder und Lucien Leitess‘ Herausgabe von „Reise nach Myanmar (Birma) Kulturkompass fürs Handgepäck“ ist somit eine Rarität in Bezug auf Literatur über Myanmar. Den Herausgebern dieses Buches, sowohl Literatur- wie auch Asienexperten, ist mit der Auswahl der Texte eine hervorragende Mischung gelungen.

» Rezension von Anita Bolte auf siamheute.de weiterlesen

Erschienen 2009 im Unionsverlag Zürich
252 Seiten, UVP: EUR 9,90, CHF 17,90
ISBN: 978-3-293-20443-0