Workshop: Von der Idee – übers Schreiben – zum Buch

Eine Einführung rund ums Thema: „Ein Buch schreiben“

Leitung: Alice Grünfelder

Sie möchten ein Buch schreiben, und Sie haben eine Idee, nur: Wie schreibt man eigentlich ein Buch? Und lassen sich Ihre Ideen überhaupt zwischen zwei Buchdeckel packen? Beispiele und konkrete Übungen zeigen Ihnen, wie Sie Schritt für Schritt mit Ihrem Schreibvorhaben vorankommen können.

Wir diskutieren Schreibstrategien und -techniken ebenso wie Fragen nach dem Aufbau einer Handlung oder der Niederschrift eigener Reflexionen. Von der notwendigen Überarbeitung eigener Texte wird ebenso die Rede sein wie von Lust und Frust beim Schreiben selbst. Anregungen, Empfehlungen und handfeste praktische Informationen über das Schreiben eines Buches runden den Kurs ab.

  • Datum: 19. November 2011
  • Zeit: 14.00-18.00 Uhr
  • Ort: Zürich, Zentrum Karl der Grosse

Anmeldung über www.schreibszene.ch

Lassen Sie mich Ihnen erzählen, dass mich der Kurs immer noch täglich in Gedanken, Bildern, und nachhallenden Worten begleitet. Er war intensiv, lebendig, lustreich und es schien mir fast, als würden Sie zu uns allen als Schriftsteller sprechen. Heroisch und einzigartig diese für mich wertvollen Momente. Dafür danke ich Ihnen herzlich!
Petra Pisler

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«Über Kreuz»

Ein Workshop für Übersetzer und Lektoren im Übersetzerhaus Looren (Schweiz)

Von 2. November bis 6. November 2011

Die Zusammenarbeit zwischen Übersetzern und Lektoren gestaltet sich mitunter diffizil. Bei Fragen der Art: Wie weit soll/darf sich ein Übersetzer vom Original entfernen, wie stark ein Lektor die Übersetzung «glätten»? Wie viel Fremdheit kann ihm – resp. «dem Leser» – zugemutet werden? geraten sie beinahe zwangsläufig «über Kreuz». Diese Differenzen, stereotyp aufgefasst, können die Kommunikation zwischen beiden behindern und ermüden, bergen jedoch zugleich ein enorm kreatives Potenzial, das zu aktivieren Ziel dieses Workshops ist.

Anhand von Textproben aus der je «eigenen Werkstatt», die von Lektoren und Übersetzern als Bewerbung eingereicht wurden, diskutieren wir aus der «Doppelperspektive» die unterschiedlichsten Probleme der Übersetzung aus diversen Sprachen in die Zielsprache Deutsch. Per Rollentausch – Lektoren übersetzen, Übersetzer lektorieren – und andere Übungen wird die eigene Tätigkeit reflektiert, das literarische Sensorium verfeinert.

Der gemeinsamen Selbstwahrnehmung beider Berufsgruppen als Schreibende dient ein spezieller Kurzworkshop mit dem Kommunikationswissenschaftler Prof. Otto Kruse (Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften), in dem Kreativstrategien entwickelt und Wege zur Auflösung von Schreibblockaden aufgezeigt werden.

Professionelles Feedback steht ebenfalls zur Diskussion: Wie lassen sich Änderungsvorschläge plausibel machen, wie geht ein Übersetzer gewinnbringend damit um? Aus dieser Fragestellung ergibt sich im besten Falle eine substantielle Verbesserung des Verhältnisses zwischen Lektor und Übersetzer.

Werkstattleitung: Alice Grünfelder (Lektorin, Zürich) und Andreas Tretner (Übersetzer, Berlin)

Bewerben können sich Lektorinnen und Lektoren, die Übersetzungen lektorieren, sowie Übersetzer und Übersetzerinnen von Belletristik, Sachbuch, Essay und Lyrik mit Berufserfahrung.  Bewerber, die mit Literatur aus Ost- und Südosteuropa arbeiten, werden bevorzugt, dennoch möchten wir auch andere Übersetzer und Übersetzerinnen sowie Lektoren und Lektorinnen unbedingt ermuntern, sich zu bewerben.

Genauere Infos zu den Teilnahmebedingungen etc. finden Sie hier auf www.looren.net

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Pistole in der Hand der Partei

Eine Staatsanwältin berichtet aus dem Innern des chinesischen Rechtssystems:

„Immer wieder musste ich Fälle bearbeiten, bei denen ich mit den Verdächtigen sympathisierte“, so Xiao Rundcrantz in ihrem autobiografischen Bericht. Neben der persönlichen Geschichte einer jungen Frau, die mit 18 Jahren ihre Ausbildung als Staatsanwältin beginnt, wird hier das chinesische Rechtssystem geschildert – die Einblicke sind ernüchternd. Über die desolate Lage der Anwälte schreibt Xiao Rundcrantz beispielsweise: „Die Stellung der Rechtsanwälte in China ist so schwach, dass Polizisten, Staatsanwälte und Richter sie völlig ignorieren können. Im Gerichtssaal dienen sie lediglich der Dekoration.“

Die rote Staatsanwältin Mit der Öffnung Chinas und Deng Xiaopings Reformkurs zu Beginn der Neunzigerjahre habe sich das System keineswegs verbessert, im Gegenteil: Die Korruption innerhalb des Gerichtswesens habe sprunghaft zugenommen, und Rechtsanwälte wurden zu Überbringern von Bestechungsgeldern degradiert. Das Recht diene allein den Machthabern, dies sei das oberste Gesetz, so die ehemalige Staatsanwältin, die heute in Schweden lebt.

Xiao Rundcrantz litt im Laufe der Jahre zunehmend darunter, wenn Leute beispielsweise als Opfer von politischen Entscheidungen ungerecht behandelt, Schuldige hingegen freigekauft wurden. Gleichzeitig war aber selbst sie nicht untätig, als es darum ging, für Bekannte und Verwandte ein milderes Strafmaß zu erwirken. Doch von Jahr zu Jahr verlor sie zunehmend das Gefühl dafür, auf welcher Seite der Fronten sie eigentlich stand.

Diese innere Entfremdung führt schließlich auch zur Trennung von ihrem Mann. „Wenn ich weiterhin mein wahres Ich verleugnete, würde ich am Ende vielleicht ein kalter, verhärteter Mensch werden. Der Gedanke machte mir Angst.“

Doch zurück zu den Zustandsbeschreibungen des chinesischen Rechtssystems: Todesstrafen werden als abschreckendes Beispiel verhängt: „Indem wir einen töten, warnen wir Hunderte.“ Die Einweisung in ein Arbeitslager konnte von der Polizei angeordnet werden, selbst wenn keine Beweise für die Schuld vorlagen, die Verdächtigung allein genügte schon. Leute wurden zu Oberstaatsanwälten berufen, ohne Jura studiert zu haben. Die Kriminalitätsrate sei in den letzten Jahren um das Dreifache gestiegen, so die Autorin, ebenso die Summe der Schmiergelder.

So stilisiert sich die ehemalige Anklägerin ein wenig als Opfer, um nun vom Westen aus eine Art Anklageschrift zu verlesen. Allerdings wäre es vermessen, ihr dies vorhalten zu wollen, denn jegliche systemimmanente Kritik hätte zum sofortigen Verlust des Arbeitsplatzes geführt, möglicherweis auch zu Repressalien, denn oft genug wurde Xiao Rundcrantz gedroht.

Wer hier allerdings eine scharfe Analyse des chinesischen Rechtssystems erwartet, wird enttäuscht. Zwar bestechen Xiao Rundcrantz’ nüchterne Beschreibungen, gerade weil sie nichts beschönigen, auch nicht ihre eigene Rolle, doch die Unfähigkeit, das System generell zu hinterfragen und stattdessen die Schuld bei sich zu suchen, führt schließlich zum Sturz bei diesem schwierigen Balanceakt, zwischen Recht und Unrecht zu unterscheiden.
Alice Grünfelder

Xiao Rundcrantz: Rote Staatsanwältin. Freiburg: Herder-Verlag, 2007. 352 Seiten, mit Abbildungen, sFr 15,90 / Euro 9.95

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LiteraTour an den Rändern Chinas entlang

Vortrag & Lesung mit Alice Grünfelder

Die unglaubliche Größe Chinas, die urbanen Räume in Shanghai und die international aufsehenerregende Architektur in Beijing sind durchaus beeindruckend, die Vielfalt des Landes und die Gleichzeitigkeit verschiedenster Lebenswelten sind indes faszinierend. Gerade in der Literatur spiegeln sich die Diskrepanzen zwischen den Kulturen, zwischen Zentrum und Peripherie, zwischen chinesischer Herrschaft und ethnischem Selbstbewusstsein eindrücklich wider.
Auf dieser Literatour an den geografischen Rändern Chinas entlang erzähle ich von den Schamanen aus der Mandschurei, von Wölfen der Inneren Mongolei, von Überlieferungen aus Xinjiang, einem Kloster in Tibet, von den Frauen in Yunnan und einer Kindheitserinnerung aus Hongkong.

Ort: Tibet Songtsen Haus
Zeit: 28.1, 19.30 Uhr

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Künstler aus Birma in Berlin

BEYOND INSIGHTS - Zeitgenössische Kunst aus Birma/Myanmar

Tun Win Aung | Wah Nu | Win Thanda | Phyoe Kyi | Min Thein Sung | Wai Mar Nyunt

Ausstellung Beyond InsightsBEYOND INSIGHTS zeigt aktuelle Positionen sechs Künstler und Künstlerinnen aus Birma/Myanmar, AbsolventInnen
der University of Culture Yangon, die Themen wie Alltag, Tod, Tradition und Moderne durch die Medien Malerei, Foto, Video
und Objekt reflektieren. Diese erste Ausstellung zeitgenössischer Kunst aus Burma/Myanmar in Deutschland wurde durch
den Kunstverein Bad Aibling ermöglicht und gibt Einblicke in ein sich veränderndes Land.

Eröffnung: Freitag, 12. November 2010, 19 – 21 Uhr
Ort: Gallery CON.form Architects, Brunnenstrasse 3, 10119 Berlin
Ausstellungsdauer: 13.11.-10.12.2010

Mehr Informationen hier:www.asia-unlimited.net

Wenn Sie Hintergrundinformationen über Birma suchen – werfen Sie doch einmal einen Blick in den Kulturkompass Reise nach Birma , u.a. herausgegeben von Alice Grünfelder.

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2. Tibetisches Filmfestival

Filming for Tibet kündigt das zweite Tibet Film Festival an

Zürich, 29./30. Oktober 2010

“Es gibt mittlerweile viele Tibet-Filmfestivals. Unseres ist insofern einzigartig, als wir uns auf tibetische Produktionen konzentrieren und ein Programm anbieten, das auch für ein internationals Publikum attraktiv ist. Als tibetischer Filmemacher bin ich besonders am aktuellen tibetischen Filmschaffen interessiert und freue mich, Gleichgesinnte kennen zu lernen,” meint Festivalleiter Lobsang Sotrug.

Das Festival zeigt Spielfilme, Dokumentarfilme, aber auch Experimentalfilme, die in den letzten zwei Jahren von Tibetern produziert wurden, u.a. den Film “Open Road”.

1. Tibetischer Kurzfilmwettbewerb

Im Mittelpunkt des diesjährigen Festivals steht der Kurzfilm. Aus diesem Grund rief die Festivalleitung etablierte tibetische Filmemacher, aber vor allem auch Newcomer auf, am Wettbewerb und zur Einsendung eines 5-Minuten-Films zum Thema Identität teilzunehmen.

Tatsächlich sind verschiedene interessante Beiträge eingegangen, findet Alice Grünfelder, die in der Jury saß. Mit gänzlich unterschiedlichen stilistischen Mitteln und künstlerischen Konzepten gingen angehende Filmemacher das Thema an.  Den ersten Preis gewann der junge Tibeter Lobsang Reichlin mit einem ungewöhnlichen Animationsfilm. “Diese filmische Graphic Novel mit unbewegten Schwarz-Weiß-Bildern überrascht. Muten die Bilder in den ersten Einstellungen ein wenig naiv an, wird die Geschichte durch die dynamische Filmmusik und die harten Übergänge dramaturgisch zugespitzt”, so Alice Grünfelder.

Die Preise wurden am 30.10. 2010 von Lhamo Tso überreicht, der Frau des verhafteten Filmregisseurs Dhondup Wangchen.

“Filming for Tibet” hat das Tibet Film Festival in Kooperation mit dem Verein Tibeter Jugend in Europa ins Leben gerufen. Das Festival ist dem tibetischen Filmemacher Dhondup Wangchen gewidmet, der am 28. Dezember 2009 von einem chinesischen Gericht zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt wurde.

Tibet Filmfestival: filmingfortibet.com

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Oleg Jurjew erhält den Hilde-Domin-Preis

Gestern wurde dem russisch-jüdischen Schriftsteller Oleg Jurjew der Hilde-Domin-Preis in Heidelberg verliehen.  In seiner Rede setzte er sich vor allem mit den Begriffen Exil und Ausgrenzung auseinander. Was bedeutet Exilliteratur für einen, der in Deutschland lebt und schreibt? Seine Rede wurde in der Neuen Zürcher Zeitung abgedruckt.

In der Jury saßen Alice Grünfelder, Katrin Hillgruber, Barbara Honigmann, Andreas Kelletat und Hans Thill.

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Tsering Öser erhält Courage Journalism Award

Die bekannte tibetische Autorin, Essayistin und unermüdliche Menschenrechtsaktivistin Tsering Öser erhält den Journalism Courage Award, verliehen von der International Women`s Media Foundation. Den Preis wird sie allerdings nicht persönlich entgegennehmen können.

Mehr Information auf www.iwmf.org

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5./6.11.2010: Nury Vittachi und seine Feng-Shui-Show

Lesung, Gespräch und Musik mit Nury Vittachi

Moderation: Alice Grünfelder

Nury Vittachi wird beim Krimifestival “Mord am Hellweg” aus seinem Roman Im Auftrag seiner Majestät vorlesen, aber mehr als das! Denn wie stellt man es an, nicht zwischen dem East-meets-West-Clash zermalmt zu werden? Auf diese und andere Fragen wird uns Nury Vittachi launige Antworten geben.

Bilder & Text von Nury Vittachi über seine Begegnungen und Eindrücke vom Festival hier auf seinem Blog.

Eindrücke von der Buchmesse 2009:
Buchmesse 2009

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Lesung von Ayşe Kulin

Ayşe Kulin, türkische Bestsellerautorin, liest im Zürcher Literaturhaus aus ihrem Roman Der schmale Pfad.

Foto v.l.n.r: Alice Grünfelder, Ayşe Kulin, Sabine Adatepe, Roman Hess

» Mehr zu Ayşe Kulins Roman beim Unionsverlag

» Lesung am 13.9.2010 im Literaturhaus Zürich

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